FAQ - Glückliches älteres Paar liegt gemeinsam auf einer Picknickdecke im Grünen

FAQ

Der umfassende Ratgeber rund um Inkontinenz und Hygieneprodukte
Was ist Inkontinenz?
Inkontinenz bezeichnet den ungewollten Verlust von Urin oder Stuhl, weil die Kontrolle über Blase oder Darm eingeschränkt ist.
Umgangssprachlich wird häufig auch von Blasenschwäche gesprochen. Inkontinenz kann Menschen jeden Alters betreffen, tritt jedoch mit zunehmendem Alter häufiger auf. Dank moderner Inkontinenzprodukte, gezielter Therapien und einer individuellen Beratung lässt sich der Alltag in den meisten Fällen wieder sicher, aktiv und selbstbestimmt gestalten.

Inkontinenz ist ein weit verbreitetes Symptom, das Menschen jeden Alters betreffen kann. Sie sollte weder tabuisiert noch als unvermeidlicher Teil des Älterwerdens angesehen werden. Dank moderner Behandlungsmöglichkeiten, gezielter Therapien und hochwertiger Inkontinenzprodukte können die meisten Betroffenen ihren Alltag weiterhin aktiv und selbstbestimmt gestalten.

Praximed begleitet Menschen seit über 40 Jahren mit Erfahrung, persönlicher Beratung und einem sorgfältig ausgewählten Sortiment an Markenprodukten. So findet sich für nahezu jede Form der Inkontinenz eine passende und zuverlässige Versorgung.
Was bedeutet Inkontinenz genau?
Der Begriff Inkontinenz stammt aus dem Lateinischen und bedeutet sinngemäß „nicht zurückhalten können“. Medizinisch beschreibt er den ungewollten Verlust von Urin (Harninkontinenz) oder Stuhl (Stuhlinkontinenz), weil die natürlichen Kontrollmechanismen des Körpers nicht mehr zuverlässig funktionieren.
Dabei handelt es sich keineswegs um eine eigenständige Krankheit, sondern um ein Symptom, das unterschiedliche Ursachen haben kann. Je nach Ausprägung reicht die Inkontinenz von gelegentlichen Urinverlusten beim Husten oder Niesen bis hin zu einem vollständigen Verlust der Blasenkontrolle.

Viele Betroffene verschweigen ihre Beschwerden aus Scham. Tatsächlich ist Inkontinenz jedoch weit verbreitet und betrifft Millionen Menschen. Mit der richtigen Versorgung und einer fachkundigen Beratung lässt sich die Lebensqualität in den meisten Fällen deutlich verbessern.
Wie häufig kommt Inkontinenz vor?
Inkontinenz gehört zu den häufigsten gesundheitlichen Beschwerden weltweit. Allein in Deutschland leben mehrere Millionen Menschen mit einer Form der Blasen- oder Darminkontinenz.
Die tatsächliche Zahl dürfte sogar höher sein, da viele Betroffene aus Unsicherheit oder Scham keine ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Besonders häufig tritt Inkontinenz auf:

  • bei älteren Menschen
  • nach Schwangerschaft und Geburt
  • nach Operationen im Beckenbereich
  • bei neurologischen Erkrankungen
  • nach einem Schlaganfall
  • bei Demenz
  • bei Erkrankungen der Prostata
  • nach Krebsbehandlungen

Grundsätzlich kann Inkontinenz jedoch in jedem Lebensalter auftreten – auch bei jüngeren Erwachsenen oder sogar Kindern.
Welche Arten von Inkontinenz gibt es?
Nicht jede Inkontinenz ist gleich. Je nach Ursache unterscheiden Fachärzte verschiedene Formen.

Belastungsinkontinenz


Hier tritt Urinverlust auf, wenn der Druck im Bauchraum ansteigt – beispielsweise beim Husten, Niesen, Lachen, Treppensteigen oder Sport. Ursache ist häufig eine geschwächte Beckenbodenmuskulatur oder ein unzureichender Verschluss der Harnröhre.

Diese Form betrifft besonders häufig Frauen nach Schwangerschaften oder in den Wechseljahren.

Dranginkontinenz


Bei der Dranginkontinenz verspüren Betroffene einen plötzlich einsetzenden, kaum kontrollierbaren Harndrang. Oft bleibt nur wenig Zeit, eine Toilette aufzusuchen.

Auslöser können unter anderem sein:

  • überaktive Blase
  • Harnwegsinfektionen
  • neurologische Erkrankungen
  • Reizungen der Blase

Mischinkontinenz


Viele Menschen leiden gleichzeitig unter Belastungs- und Dranginkontinenz. Diese Kombination wird als Mischinkontinenz bezeichnet und erfordert häufig eine individuell abgestimmte Behandlung.

Überlaufinkontinenz

Hier kann sich die Blase nicht vollständig entleeren. Ist sie überfüllt, tritt Urin tröpfchenweise aus.

Häufige Ursachen:

  • Prostatavergrößerung
  • Harnröhrenverengung
  • Nervenschäden

Reflexinkontinenz

Diese Form tritt häufig bei neurologischen Erkrankungen oder Rückenmarksverletzungen auf. Die Blase entleert sich reflexartig, ohne dass der Betroffene den Vorgang bewusst steuern kann.

Stuhlinkontinenz

Neben der Harninkontinenz gibt es auch die Stuhlinkontinenz. Dabei kann der Darm nicht mehr vollständig kontrolliert werden. Auch hierfür stehen heute spezielle Hilfsmittel und moderne Versorgungslösungen zur Verfügung.
Welche Ursachen kann Inkontinenz haben?
Die Ursachen sind vielfältig und unterscheiden sich je nach Form der Inkontinenz.
Zu den häufigsten Auslösern gehören:

  • altersbedingte Veränderungen
  • geschwächte Beckenbodenmuskulatur
  • Schwangerschaft und Geburt
  • hormonelle Veränderungen
  • neurologische Erkrankungen
  • Parkinson
  • Multiple Sklerose
  • Schlaganfall
  • Diabetes mellitus
  • Prostataerkrankungen
  • Blasenentzündungen
  • Operationen
  • Übergewicht
  • bestimmte Medikamente

Oft wirken mehrere Faktoren gleichzeitig zusammen.
Ist Inkontinenz eine normale Alterserscheinung?
Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für eine Blasenfunktionsstörung. Dennoch gilt Inkontinenz nicht als normale oder unvermeidbare Begleiterscheinung des Älterwerdens.
Vielmehr führen altersbedingte Veränderungen dazu, dass Muskeln, Nerven und Gewebe weniger belastbar werden. Gleichzeitig treten Erkrankungen häufiger auf, die eine Inkontinenz begünstigen können.

Eine frühzeitige Diagnose und geeignete Hilfsmittel helfen dabei, die Beschwerden wirksam zu lindern.
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache und dem Schweregrad der Beschwerden.
Mögliche Maßnahmen sind:

  • Beckenbodentraining
  • Blasentraining
  • Gewichtsreduktion
  • Medikamente
  • Physiotherapie
  • Elektrostimulation
  • operative Verfahren
  • moderne Inkontinenzhilfsmittel

Oft wird eine Kombination verschiedener Maßnahmen empfohlen.
Welche Hilfsmittel helfen bei Inkontinenz?
Moderne Inkontinenzprodukte ermöglichen heute ein hohes Maß an Sicherheit und Lebensqualität.
Je nach Bedarf kommen beispielsweise zum Einsatz:

  • Inkontinenzeinlagen
  • anatomische Vorlagen
  • Inkontinenz Pants
  • Inkontinenz Slips
  • Windeln für Erwachsene
  • Fixierhosen
  • Bettschutzunterlagen
  • Hautschutz- und Pflegeprodukte

Die Wahl des passenden Produkts richtet sich unter anderem nach der Art der Inkontinenz, der benötigten Saugstärke, der Mobilität und den persönlichen Gewohnheiten.
Warum ist die richtige Versorgung so wichtig?
Ein passendes Inkontinenzprodukt trägt wesentlich dazu bei, den Alltag sicher und angenehm zu gestalten. Es schützt zuverlässig vor Auslaufen, bindet Flüssigkeit schnell im Saugkern und hilft, Gerüche zu reduzieren. Gleichzeitig unterstützt eine gute Versorgung den Hautschutz und kann Hautreizungen vorbeugen.
Entscheidend sind dabei die richtige Größe, die passende Saugstärke und ein angenehmer Tragekomfort. Eine individuelle Auswahl sorgt dafür, dass Betroffene ihren Alltag möglichst uneingeschränkt und selbstbestimmt gestalten können.

Mit über 40 Jahren Erfahrung unterstützt Praximed Menschen mit Inkontinenz dabei, geeignete Produkte für ihre persönlichen Bedürfnisse zu finden. Das Sortiment umfasst ausschließlich Markenprodukte namhafter Hersteller in unterschiedlichen Größen und Saugstärken.
Häufige Irrtümer über Inkontinenz
„Inkontinenz betrifft nur ältere Menschen.“
Nein. Auch jüngere Erwachsene können betroffen sein – etwa nach einer Schwangerschaft, einer Operation oder aufgrund neurologischer Erkrankungen.

„Man muss sich einfach damit abfinden.“
Das stimmt nicht. In vielen Fällen lassen sich die Beschwerden behandeln oder mit passenden Hilfsmitteln deutlich reduzieren.

„Alle Inkontinenzprodukte sind gleich.“
Moderne Produkte unterscheiden sich erheblich hinsichtlich Saugstärke, Passform, Diskretion, Hautfreundlichkeit und Einsatzbereich. Eine individuelle Auswahl ist daher wichtig.
Welche Arten von Inkontinenzprodukten gibt es?
Je nach Schweregrad und persönlicher Situation kommen unterschiedliche Hilfsmittel infrage.
Inkontinenzeinlagen

Einlagen gehören zu den am häufigsten verwendeten Produkten bei leichter bis mittlerer Blasenschwäche.

Sie ähneln äußerlich Damenbinden, unterscheiden sich jedoch deutlich in ihrer Funktion. Inkontinenzeinlagen verfügen über spezielle Saugkerne, die Urin besonders schnell aufnehmen, sicher einschließen und gleichzeitig Gerüche reduzieren.

Sie eignen sich insbesondere für:

  • leichte Harninkontinenz
  • Belastungsinkontinenz
  • gelegentlichen Urinverlust
  • aktive und mobile Menschen
  • Frauen und Männer (je nach Produktform)

Vorteile

  • besonders diskret
  • angenehm zu tragen
  • einfacher Wechsel
  • verschiedene Saugstärken erhältlich
  • hoher Tragekomfort

Anatomische Vorlagen

Vorlagen bieten eine deutlich höhere Saugleistung als klassische Einlagen.

Sie besitzen keine Klebestreifen und werden mit speziellen Fixierhosen getragen. Dadurch bleiben sie sicher an ihrem Platz und bieten gleichzeitig einen hohen Tragekomfort.

Vorlagen eignen sich besonders bei:

  • mittlerer bis schwerer Inkontinenz
  • längeren Tragezeiten
  • eingeschränkter Mobilität
  • Pflege zu Hause
  • stationärer Pflege

Inkontinenz Pants

Inkontinenz Pants gehören heute zu den beliebtesten Produkten.

Sie sehen nahezu wie normale Unterwäsche aus und lassen sich ebenso einfach an- und ausziehen. Dadurch eignen sie sich hervorragend für mobile Menschen, die möglichst selbstständig bleiben möchten.

Typische Einsatzbereiche:

  • mittlere Inkontinenz
  • aktive Senioren
  • Berufstätige
  • Reisen
  • Freizeit
  • Nachtversorgung bei leichter bis mittlerer Inkontinenz

Vorteile

  • diskrete Optik
  • hoher Tragekomfort
  • einfache Anwendung
  • sichere Passform
  • kaum sichtbar unter Kleidung

Viele Betroffene entscheiden sich bewusst für Pants, weil sie das Gefühl normaler Unterwäsche vermitteln und dadurch mehr Selbstvertrauen im Alltag geben.

Inkontinenz Slips

Slips werden häufig auch als Erwachsenenwindeln bezeichnet.

Sie besitzen seitliche Klett- oder Klebeverschlüsse und bieten die höchste Saugleistung aller tragbaren Inkontinenzprodukte.

Besonders geeignet sind sie für:

  • schwere Harninkontinenz
  • Doppelinkontinenz
  • Stuhlinkontinenz
  • bettlägerige Menschen
  • Menschen mit eingeschränkter Mobilität
  • Nachtversorgung

Durch die verstellbaren Verschlüsse lassen sich Slips individuell anpassen und erleichtern auch pflegenden Angehörigen oder Pflegekräften den Wechsel.

Fixierhosen

Fixierhosen dienen nicht der Flüssigkeitsaufnahme, sondern halten anatomische Vorlagen sicher am Körper.

Sie bestehen aus elastischem Material, sind waschbar und sorgen dafür, dass die Vorlage auch bei Bewegung zuverlässig sitzt.

Bettschutzunterlagen

Bettschutzunterlagen ergänzen die persönliche Versorgung.

Sie schützen:

  • Matratzen
  • Bettwäsche
  • Sitzmöbel
  • Rollstühle
  • Pflegesessel

Es gibt sowohl Einwegprodukte als auch wiederverwendbare Varianten.

Hautschutz- und Pflegeprodukte

Gesunde Haut spielt bei Inkontinenz eine entscheidende Rolle.

Zur täglichen Pflege gehören beispielsweise:

  • Reinigungsschaum
  • Waschhandschuhe
  • Hautschutzcremes
  • Barrierecremes
  • Pflegeöle
  • Feuchttücher
  • Desinfektionsprodukte

Eine gute Hautpflege kann Reizungen vorbeugen und trägt wesentlich zum Wohlbefinden bei.
Welches Produkt passt zu welcher Inkontinenz?
Die Auswahl richtet sich immer nach mehreren Faktoren.
Bei leichter Blasenschwäche

Empfohlen werden meist:

  • kleine Einlagen
  • dünne Inkontinenzeinlagen
  • diskrete Produkte für unterwegs

Sie bieten Sicherheit, ohne den Alltag einzuschränken.

Bei mittlerer Inkontinenz

Hier kommen häufig zum Einsatz:

  • größere Einlagen
  • anatomische Vorlagen
  • Inkontinenz Pants

Diese Produkte bieten eine höhere Saugleistung und eignen sich auch für längere Tragezeiten.

Bei schwerer Inkontinenz

Hier empfehlen sich:

  • Inkontinenz Slips
  • saugstarke Vorlagen
  • Bettschutzunterlagen
  • ergänzende Hautpflegeprodukte

Sie gewährleisten maximale Sicherheit – sowohl tagsüber als auch während der Nacht.
Welche Rolle spielt die Mobilität?
Nicht nur die Inkontinenz selbst entscheidet über die Produktauswahl.
Ebenso wichtig ist die Frage:

Wie selbstständig ist die betroffene Person?

Voll mobil

Geeignet sind häufig:


Diese Produkte lassen sich selbstständig wechseln.

Eingeschränkt mobil

Oft sind Vorlagen oder Slips sinnvoll, da sie leichter angepasst werden können und eine höhere Sicherheit bieten.

Bettlägerig

Hier empfehlen sich meist:

  • Inkontinenz Slips
  • Bettschutzunterlagen
  • professionelle Hautpflegeprodukte
Welche Saugstärke ist die richtige?
Viele Käufer entscheiden sich vorschnell für die höchste Saugstärke.
Das ist jedoch nicht immer sinnvoll.

Ein Produkt sollte:

  • ausreichend Flüssigkeit aufnehmen
  • gut sitzen
  • nicht unnötig dick sein
  • angenehm zu tragen sein

Eine zu hohe Saugleistung kann den Tragekomfort sogar verschlechtern.

Deshalb empfiehlt sich immer die kleinste Saugstärke, die zuverlässig schützt.
Welche Größe sollte gewählt werden?
Ebenso wichtig wie die Saugleistung ist die richtige Größe.
Ein zu kleines Produkt kann:

  • einschneiden
  • auslaufen
  • Druckstellen verursachen

Ein zu großes Produkt sitzt dagegen locker und verliert an Sicherheit.

Die richtige Größe richtet sich in erster Linie nach dem Hüft- bzw. Taillenumfang. Die Hersteller bieten hierfür Größentabellen von XS bis 2XL oder größer an.
Warum Markenprodukte die bessere Wahl sind
Qualitativ hochwertige Inkontinenzprodukte bieten zahlreiche Vorteile:

  • hohe Saugleistung
  • schnelle Flüssigkeitsaufnahme
  • zuverlässiger Auslaufschutz
  • atmungsaktive Materialien
  • angenehmer Tragekomfort
  • wirksame Geruchsbindung
  • hautfreundliche Materialien
  • hohe Verarbeitungsqualität

Gerade bei täglicher Anwendung macht sich dieser Qualitätsunterschied deutlich bemerkbar.

Praximed führt ausschließlich Markenprodukte namhafter Hersteller, die sich seit vielen Jahren in der häuslichen Pflege, in Kliniken und Pflegeeinrichtungen bewährt haben.
Häufige Fehler bei der Produktauswahl
Viele Betroffene wählen ihr erstes Produkt ausschließlich nach dem Preis aus. Dabei spielen Passform, Saugstärke und Tragekomfort eine wesentlich größere Rolle.
Typische Fehler sind:

  • zu hohe Saugstärke wählen
  • falsche Größe bestellen
  • ungeeignete Produktart auswählen
  • Hautpflege vernachlässigen
  • Produkte zu selten wechseln
  • keine individuelle Beratung in Anspruch nehmen

Eine passende Versorgung erhöht nicht nur die Sicherheit, sondern verbessert auch das Wohlbefinden im Alltag.
Warum eine persönliche Beratung sinnvoll ist
Gerade zu Beginn fällt die Auswahl oft schwer. Das Angebot an Inkontinenzprodukten ist groß und die Unterschiede zwischen den einzelnen Produktarten sind nicht immer auf den ersten Blick erkennbar.
Eine fachkundige Beratung hilft dabei,

  • die passende Produktart auszuwählen,
  • die richtige Größe zu bestimmen,
  • eine geeignete Saugstärke zu finden,
  • Fehlkäufe zu vermeiden und
  • langfristig eine zuverlässige Versorgung sicherzustellen.

Mit mehr als 40 Jahren Erfahrung unterstützt Praximed Menschen mit Blasenschwäche und Inkontinenz dabei, die individuell passende Lösung zu finden. Dabei stehen die persönlichen Bedürfnisse und eine bedarfsgerechte Versorgung stets im Mittelpunkt.
Was sind Inkontinenz Pants?
Inkontinenz Pants – häufig auch als Einmalhosen oder Pull-up-Pants bezeichnet – sind saugfähige Inkontinenzhosen, die wie herkömmliche Unterwäsche getragen werden. Im Gegensatz zu klassischen Inkontinenz Slips besitzen sie keine seitlichen Klebe- oder Klettverschlüsse.
Stattdessen werden sie einfach über die Beine gezogen und sitzen durch ihren elastischen Bund sicher am Körper.

Im Inneren befindet sich ein leistungsstarker Saugkern, der Urin schnell aufnimmt, sicher einschließt und Gerüche reduziert. Gleichzeitig sorgen atmungsaktive Materialien für ein angenehmes Hautklima und hohen Tragekomfort – auch bei längeren Tragezeiten.

Durch ihr unauffälliges Design ermöglichen Inkontinenz Pants vielen Menschen, ihren Alltag aktiv und selbstbestimmt zu gestalten.
Für wen sind Inkontinenz Pants geeignet?
Inkontinenz Pants eignen sich besonders für Menschen, die trotz Blasenschwäche oder Harninkontinenz möglichst selbstständig bleiben möchten.
Typische Einsatzbereiche sind:

  • leichte bis mittlere Harninkontinenz
  • stärkere Blasenschwäche mit regelmäßigem Urinverlust
  • aktiver Alltag
  • Beruf und Freizeit
  • Reisen
  • Sport und Bewegung
  • Nachtversorgung bei leichter bis mittlerer Inkontinenz

Auch viele Seniorinnen und Senioren entscheiden sich bewusst für Pants, da sie sich wie normale Unterwäsche tragen lassen und den selbstständigen Toilettengang erleichtern.
Welche Vorteile bieten Inkontinenz Pants?
Der größte Vorteil liegt in der Kombination aus Diskretion und Sicherheit.
Unauffälliges Tragegefühl

Moderne Pants unterscheiden sich optisch kaum von normaler Unterwäsche. Unter der Kleidung sind sie in der Regel nicht sichtbar und vermitteln dadurch ein sicheres Gefühl.

Einfache Handhabung

Sie werden wie eine normale Unterhose angezogen und können bei Bedarf an den seitlichen Nähten aufgerissen werden. Das erleichtert den Wechsel – insbesondere unterwegs.

Hohe Bewegungsfreiheit

Dank elastischer Materialien passen sich Pants dem Körper gut an und machen nahezu jede Bewegung mit. Das ist besonders für mobile Menschen ein großer Vorteil.

Zuverlässiger Auslaufschutz

Auslaufsperren an den Beinabschlüssen sowie leistungsstarke Saugkerne helfen dabei, Flüssigkeit sicher aufzunehmen und das Risiko des Auslaufens zu reduzieren.

Geruchsbindung

Viele hochwertige Markenprodukte enthalten spezielle Technologien, die Gerüche neutralisieren und so zu mehr Sicherheit im Alltag beitragen.
Wann sind Pants die richtige Wahl?
Pants sind besonders dann sinnvoll, wenn Betroffene ihren Alltag weitgehend selbstständig bewältigen können.
Sie eignen sich beispielsweise für:

  • Menschen mit leichter bis mittlerer Inkontinenz
  • aktive Seniorinnen und Senioren
  • Personen, die viel unterwegs sind
  • Berufstätige
  • Menschen, die Wert auf Diskretion legen

Für stark pflegebedürftige oder bettlägerige Personen sind dagegen häufig Inkontinenz Slips besser geeignet, da sie sich im Liegen leichter wechseln lassen.
Welche Saugstärken gibt es?
Inkontinenz Pants sind in verschiedenen Saugstärken erhältlich – von Produkten für leichte Blasenschwäche bis hin zu Varianten für stärkeren Urinverlust.
Die Hersteller kennzeichnen ihre Produkte meist nach Aufnahmevermögen oder Einsatzbereich. Entscheidend ist jedoch nicht die höchste Saugstärke, sondern diejenige, die den individuellen Bedarf zuverlässig abdeckt und gleichzeitig angenehm zu tragen ist.
Welche Größe ist die richtige?
Die Passform ist entscheidend für Sicherheit und Komfort. Eine zu kleine Pant kann einschneiden und Druckstellen verursachen, während eine zu große Pant nicht dicht anliegt und leichter auslaufen kann.
Die richtige Größe richtet sich in erster Linie nach dem Hüft- oder Taillenumfang. Die meisten Hersteller bieten Größen von XS bis XXL oder größer an. Ein Blick auf die jeweilige Größentabelle hilft bei der Auswahl.
Wie oft sollten Inkontinenz Pants gewechselt werden?
Das Wechselintervall hängt von der Saugstärke des Produkts und der individuellen Urinmenge ab.
Grundsätzlich sollten Pants gewechselt werden, sobald sie ihre Aufnahmegrenze erreicht haben oder sich feucht anfühlen. Ein regelmäßiger Wechsel trägt dazu bei, die Haut trocken zu halten und Hautreizungen vorzubeugen.

Tipps für den Alltag

  • Wählen Sie die kleinste Saugstärke, die Ihren Bedarf zuverlässig abdeckt.
  • Achten Sie auf die richtige Größe für optimalen Auslaufschutz.
  • Wechseln Sie die Pants regelmäßig, um Haut und Wohlbefinden zu schützen.
  • Ergänzen Sie die Versorgung bei Bedarf durch geeignete Hautpflegeprodukte.
  • Probieren Sie verschiedene Marken aus, da sich Passform und Tragegefühl unterscheiden können.
Warum hochwertige Markenprodukte sinnvoll sind
Markenprodukte zeichnen sich häufig durch eine bessere Passform, leistungsfähigere Saugkerne, atmungsaktive Materialien und eine zuverlässige Geruchsbindung aus.
Gerade bei täglicher Anwendung können diese Qualitätsmerkmale den Unterschied im Alltag ausmachen.

Praximed bietet ausschließlich sorgfältig ausgewählte Markenprodukte namhafter Hersteller an. So finden Kundinnen und Kunden Inkontinenz Pants in unterschiedlichen Größen und Saugstärken, passend zu ihren individuellen Bedürfnissen.
Werden Inkontinenzprodukte von der Krankenkasse übernommen?
Ja. Gesetzlich Krankenversicherte haben unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf die Versorgung mit Inkontinenzhilfsmitteln.
Voraussetzung ist in der Regel eine ärztlich festgestellte medizinische Notwendigkeit und eine gültige Verordnung (Rezept). Die Versorgung erfolgt über einen zugelassenen Hilfsmittelanbieter wie Praximed, sofern ein entsprechender Versorgungsvertrag mit der jeweiligen Krankenkasse besteht. Welche Produkte übernommen werden und ob eine gesetzliche Zuzahlung anfällt, hängt von der individuellen Situation und den Regelungen der jeweiligen Krankenkasse ab.
Warum übernehmen Krankenkassen Inkontinenzprodukte?
Inkontinenz ist keine reine Alterserscheinung, sondern eine medizinisch anerkannte Funktionsstörung. Sie kann durch Erkrankungen, Operationen, neurologische Einschränkungen, Schwangerschaften oder altersbedingte Veränderungen entstehen.
Da eine ausreichende Versorgung entscheidend für Gesundheit, Hygiene und Lebensqualität ist, zählen viele Inkontinenzhilfsmittel in Deutschland zu den erstattungsfähigen Hilfsmitteln.

Die gesetzliche Grundlage bildet § 33 des Sozialgesetzbuches V (SGB V). Versicherte haben Anspruch auf Hilfsmittel, wenn diese erforderlich sind, um:

  • den Erfolg einer Krankenbehandlung zu sichern,
  • einer drohenden Behinderung vorzubeugen oder
  • eine bestehende Behinderung auszugleichen.

Inkontinenzprodukte erfüllen diese Voraussetzungen häufig, da sie den Alltag erleichtern, Hautschäden vorbeugen und die selbstständige Lebensführung unterstützen.
Wer hat Anspruch auf eine Kostenübernahme?
Ein Anspruch besteht grundsätzlich dann, wenn:

  • eine medizinisch diagnostizierte Harn- oder Stuhlinkontinenz vorliegt,
  • die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt eine Versorgung verordnet,
  • die Versorgung medizinisch notwendig ist.

Das Alter spielt dabei keine Rolle. Sowohl Kinder als auch Erwachsene können Anspruch auf eine Versorgung haben.

Typische Ursachen sind unter anderem:

  • neurologische Erkrankungen
  • Multiple Sklerose
  • Parkinson
  • Schlaganfall
  • Querschnittlähmung
  • Demenz
  • Prostataoperationen
  • Krebserkrankungen
  • schwere Beckenbodenschwäche
  • chronische Blasenfunktionsstörungen
Welche Produkte können übernommen werden?
Je nach individuellem Bedarf können verschiedene Hilfsmittel verordnet werden.
Dazu gehören beispielsweise:

  • Inkontinenzeinlagen
  • anatomische Vorlagen
  • Inkontinenz Pants
  • Inkontinenz Slips
  • Erwachsenenwindeln
  • Fixierhosen
  • Bettschutzunterlagen

Welche Produkte im Einzelfall geeignet sind, richtet sich nach:

  • Art der Inkontinenz
  • Schweregrad
  • Mobilität
  • Pflegebedarf
  • ärztlicher Empfehlung

Die Versorgung soll immer bedarfsgerecht erfolgen.
Wie funktioniert die Versorgung auf Rezept?
Der Ablauf ist in der Regel unkompliziert.
1. Ärztliche Untersuchung

Zunächst stellt die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt fest, dass eine Inkontinenzversorgung medizinisch notwendig ist.

2. Rezept ausstellen lassen

Anschließend wird eine Verordnung über die benötigten Hilfsmittel ausgestellt.

Je genauer die Verordnung formuliert ist, desto einfacher erfolgt häufig die Versorgung.

3. Auswahl eines Hilfsmittelversorgers

Das Rezept wird an einen zugelassenen Hilfsmittelanbieter übermittelt.

Praximed verfügt seit vielen Jahren über Erfahrung in der Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Inkontinenzhilfsmitteln und ist als präqualifizierter Leistungserbringer für die Abgabe von Hilfsmitteln zugelassen.

4. Individuelle Beratung

Gemeinsam wird ermittelt,

  • welche Produktart geeignet ist,
  • welche Größe benötigt wird,
  • welche Saugstärke erforderlich ist,
  • welche Versorgung im Alltag sinnvoll ist.

Gerade dieser Schritt entscheidet häufig darüber, ob die Versorgung langfristig zufriedenstellend funktioniert.

5. Lieferung

Nach Genehmigung durch die Krankenkasse erfolgt die regelmäßige Versorgung entsprechend der individuellen Vereinbarung.
Muss ich etwas zuzahlen?
Für viele gesetzlich Versicherte fällt lediglich die gesetzlich vorgeschriebene Zuzahlung an, sofern keine Befreiung besteht.
Ob darüber hinaus Kosten entstehen, hängt unter anderem ab von:

  • der gewählten Produktversorgung,
  • der jeweiligen Krankenkasse,
  • den Vertragsbedingungen,
  • möglichen Wunschprodukten.

Über eventuelle Eigenanteile sollte vor Beginn der Versorgung transparent informiert werden.
Kann ich Wunschprodukte erhalten?
Viele Versicherte möchten ein bestimmtes Markenprodukt verwenden.
Ob dies möglich ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Oft bestehen folgende Möglichkeiten:

  • Versorgung mit einem vertragsgerechten Produkt
  • Auswahl gleichwertiger Alternativen
  • Wunschversorgung mit möglichem Eigenanteil

Eine individuelle Beratung hilft dabei, die passende Lösung zu finden.
Was passiert bei einem Krankenkassenwechsel?
Bei einem Wechsel der Krankenkasse kann die Versorgung in vielen Fällen fortgeführt werden. Gegebenenfalls sind jedoch neue Unterlagen oder eine erneute Abstimmung erforderlich.
Es empfiehlt sich, den Hilfsmittelversorger frühzeitig über den Wechsel zu informieren, damit die Versorgung möglichst ohne Unterbrechung weiterlaufen kann.
Kann ich zusätzlich privat bestellen?
Ja. Viele Kundinnen und Kunden entscheiden sich bewusst dafür, ergänzende Produkte privat zu bestellen.
Beispielsweise:

  • zusätzliche Nachtversorgung
  • Hautpflegeprodukte
  • Bettschutz
  • Reinigungstücher
  • höher saugende Produkte
  • Vorräte für Reisen

Der Vorteil besteht darin, dass die Auswahl im Onlineshop häufig deutlich größer ist und Produkte unabhängig von einer Verordnung bestellt werden können.
Warum ist eine gute Beratung so wichtig?
Nicht jede Inkontinenz ist gleich. Eine bedarfsgerechte Versorgung berücksichtigt:
  • Art der Inkontinenz
  • Mobilität
  • Tagesablauf
  • Hautzustand
  • Pflegebedarf
  • persönliche Wünsche

Die richtige Produktauswahl verbessert nicht nur die Sicherheit, sondern trägt wesentlich zur Lebensqualität bei.

Mit über 40 Jahren Erfahrung unterstützt Praximed Menschen mit Inkontinenz dabei, eine passende Versorgung zu finden – sowohl im Rahmen der Hilfsmittelversorgung als auch beim privaten Kauf.
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